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![]() Vorstand des Vereins Gärtnermuseum |
Der Verein Die ersten Spuren des Gartenbaus lassen sich in Wolfenbüttel bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Zu der Zeit vergaben die Herzöge Land zur Anlage von Gärten an Hofbeamte und wohlhabende Bürger. Bereits 1741 bestanden vor den Stadttoren drei Gartenbezirke, die sich bis in das 20. Jahrhundert erhalten haben. Nachdem die herzogliche Residenz 1754 von Wolfenbüttel nach Braunschweig verlegt wurde, nahm der Gartenbau einen kontinuierlichen Aufschwung. Die Gärtner trugen entscheidend dazu bei, dass die Stadt nicht total verödete, nachdem der gesamte Hofstaat die Stadt verlassen hatte. Ende des 19. Jahrhunderts erreichte der Gemüsebau in Wolfenbüttel seine flächenmäßig größte Ausdehnung und entwickelte sich bis in die Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum größten Gemüseanbaugebiet Niedersachsens. Mit der Entwicklung der Eisenbahn wurde das Wolfenbütteler Gemüse sogar bis Berlin transportiert. Der Gartenbau stellte einen wesentlichen Erwerbszweig der Wolfenbütteler Wirtschaft dar und zog mit den Konservenfabriken andere Industriezweige nach. Die Gärtner haben die Wirtschaft, Kultur und das Stadtbild Wolfenbüttels entscheidend geprägt. Daher ist es eine wichtige Aufgabe, die noch vorhandenen Spuren und Strukturen dieser mittlerweile fast verschwundenen Betriebe zu erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde im Februar 2001 der Verein Gärtnermuseum Wolfenbüttel gegründet, er ist als gemeinnützig anerkannt und hat zurzeit 112 Mitglieder. Der Verein hat seit seiner Gründung eine Vielzahl von Veranstaltungen durchgeführt. Insbesondere die Gärtnerausstellung im Schloß im Jahre 2005 hat gezeigt, dass der Verein nicht nur tatkräftige Mitglieder aus den alten Gärtnerfamilien und an der bürgerlichen Stadtgeschichte Interessierte hat, sondern auch Mitglieder mit qualifizierten wissenschaftlichen und kulturhistorischen Kenntnissen. Mehr als 2.500 Besucher haben die Ausstellung besichtigt, das Gästebuch ist voll des Lobes und die Resonanz auch in der Presse war überaus positiv. Der Verein beteiligt sich regelmäßig am Geranienmarkt, am Erntedankfest, am Altstadtfest, an der Kulturnacht, veranstaltet Vorträge und Fahrten zu Gartenschauen, beteiligte sich am Tag der Niedersachsen, der Ausstellung Harz + Heide, dem Lessingfest, dem Tag der Wolfenbütteler Geschichte etc. In diesem Jahr steht eine Fahrt in die Altmark zum Freilichtmuseum Diesdorf auf dem Programm. Bis zur Realisierung des geplanten Museums, präsentieren wir unsere Ideen weiterhin bei lokalen und regionalen Veranstaltungen in und um Wolfenbüttel, um weitere Unterstützung für unser Projekt zu finden. Der Verein Gärtnermuseum ist für jegliche Unterstützung dankbar! |
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