Montag 05.05.2003      
 

WOLFENBÜTTELER ZEITUNG UND ANZEIGER

 

  Verein Gärtnermuseum wartet auf Signal der Stadt  
  600000 Euro würde Kauf und Sanierung eines Streckhofes und die Einrichtung eines Gärtnermuseums kosten  
 

Von Karl-Ernst Hueske

WOLFENBÜTTEL. Immer noch wartet der Verein Gärtnermuseum Wolfenbüttel auf ein positives Signal der Stadt, sprich eine finanzielle Beteiligung, um endlich einen der letzten noch erhaltenen Streckhöfe in Wolfenbüttel kaufen zu können. In diesem Streckhof am Neuen Weg soll ein Gärtnermuseum eingerichtet werden.

Etwa 600000 Euro würden der Kauf und die Sanierung des Streckhofes, dieses für Wolfenbüttel so typischen Gärtnerhauses, sowie die Einrichtung des Gärtnermuseums kosten, haben die soeben wiedergewählten Vorstandsmitglieder des Vereins Gärtnermuseum ermittelt. 

Dem Vorstand gehören an: Peter Kinne (Vorsitzender), Sighild Salzmann (stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführerin), Edith Pölig (Schriftführerin), Hermann Isensee (Schatzmeister), Marion Sippel-Boland und Dagmar Niehüser (Beisitzer).

50000Euro will der Verein selbst aufbringen. 20 Prozent erhoffen sich die 68 Vereinsmitglieder von

der Stadt. Obwohl Salzmann bereits im März die Verwaltungs- und Ratsspitze angeschrieben habe, habe sie bisher noch keine Antwort erhalten. 

Das Geld könnte auch in zwei Raten zur Verfügung gestellt werden, erklärte Salzmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihr Plan: "Im ersten Jahr wird das Gebäude angekauft und saniert. Im zweiten Jahr wird das Museum eingerichtet."

Weitere Geldgeber, insbesondere Stiftungen und Sponsoren, hat der Verein bereits auf seine Seite ziehen können. Wenn die Stadt aber diese Projekt nicht finanziell unterstützt, dann ziehen sich meistens auch die Geldgeber der Stiftungen zurück, weiß Salzmann aus ihrer jahrelangen Arbeit im Kulturbereich der Stadt. Sie hat deshalb schon häufiger Gespräche mit Bürgermeister Axel Gummert sowie den Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenden Parteien geführt hat – "bisher jedoch ohne Erfolg".

Dabei dränge die Zeit, denn der Verkäufer des Streckhofes könne nicht ewig mit dem Verkauf warten, zumal ihn das Gebäude jeden Monat Unterhaltungsmittel koste.