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WOLFENBÜTTEL.Das Herzklopfen war den vier Studierenden der
Hochschule Harz in Wernigerode anzumerken, als sie eine
"Ideenkonzeption zur Vermarktung des Gärtnermuseums Wolfenbüttel"
vorstellten.
Die unter Leitung von Professor Karsten Kirsch, Gründungsdekan
des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, erarbeitete Studie
entstand im Sommersemester 2003 und gehört als Projektarbeit in
ein Praxissemester des 6-semestrigen Studienganges zur Touristik.
"Keine Gutachter"
"Wir sind keine Gutachter, wir verstehen uns vielmehr als
Impulsgeber mit dem Versuch, uns an den Gedanken und Vorstellungen
der Kunden zu orientieren. Wir entwickeln Themen und nehmen Ideen
auf. Das Thema Gärtner war bei uns bisher noch nicht präsent",
betonte Kirsch vor Beginn der Veranstaltung, an der der Vorstand
des Gärtnermuseums, der Stadtkämmerer und der Leiter des
Stadtmarketings Wolfenbüttel teilnahmen.
Die Projektarbeit hatte im Frühjahr mit zwei Exkursionen
begonnen, bei denen die Studierenden die Stadt Wolfenbüttel
kennen gelernt, sich über die bisherige Planung zum Gärtnermuseum
und den Möglichkeiten zur Realisierung vertraut gemacht und
eingehende Gespräche mit den Vorstandsmitgliedern zu
grundlegender Information und Orientierung geführt hatten.
Ausgehend von zwei Leitideen – der 300-jährigen Tradition der Gärtnerstadt
und der Vision eines "lebendigen Museums" –
entwickelten Anne Gerstenberger und Katja Herrmann, Daniel Glöckner
und Ronny Blechschmidt danach ein einfallsreiches Konzept, dessen
einzelne Schwerpunkte sie anschaulich darstellten.
Das lebendige Museum sollte mit Ausstellung alter Gerätschaften
und Darstellung früherer Arbeitsabläufe und Techniken
traditionelle Werte aufgreifen und ein Ort zum Lernen, Verstehen
und Mitmachen sein, aber auch Erholung, Entspannung und
Unterhaltung für die Besucher aus der Region und Gäste aus
anderen Regionen bieten, wozu die notwendigen Voraussetzungen bezüglich
des Standortes und der Nutzflächen, der Gebäude und Parkplätze
geschaffen werden müssen.
Kreativität bewiesen die jungen Planer bei den Themen
praktischer Vermarktung, wobei der eher konventionelle Museumsshop
ergänzt wird durch ein Angebot von ökologisch erzeugtem Obst und
Gemüse und die Möglichkeit, solches an Ort und Stelle zu
verzehren.
Kommunikation, Werbung und Preispolitik nehmen wichtige Plätze
im Konzept ein. "Alle Sinne ansprechen" – unter diesem
Motto werden Programme für die Besucher, von Vorschulkindern und
Schulklassen bis zu Senioren, in großer Ausführlichkeit und
unter didaktischen Aspekten dargestellt, und das Angebot für
Hobbygärtner und Kleingärtner bietet eine umfassende Palette an
Information und Weiterbildung. Die Entwicklung in weiterer Zukunft
wird mit vorsichtigem Optimismus angesprochen, aber nicht
umfassend ausgebaut.
Gemüsekorb zum Dank
Für den Gärtnerverein dankte Sighild Salzmann den Studierenden
und ihrem Mentor für die vorgetragene Arbeit und Anregung und
zeigte sich begeistert von der Vielfalt der Präsentation.
"Es ist für uns alle wichtig, die Problematik des Projektes
aus einem anderen Gesichtspunkt als unserem eigenen zu
sehen", sagte sie. Sie überreichte als Anerkennung einen
hochbepackten Wolfenbütteler Gemüsekorb.
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