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WOLFENBÜTTEL. Dr. Gerd Biegel, Chef des Braunschweigischen
Landesmuseums, hat die Erstellung des Museumskonzepts bereits
zugesagt, und Günter Jung von der Denkmalpflege bei der
Bezirksregierung zählt den Streckhof am Neuen Weg 33 zu den
"Top-Exemplaren seiner Spezies in der Stadt". Nur die
Stadt selbst lehnt eine Beteiligung am Erwerb des Streckhofes
zwecks Einrichtung eines Gärtnermuseums bisher ab.
Im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Vereins Gärtnermuseum im
Restaurant Smedien standen auch in diesem Jahr die Bemühungen des
Vereins, den historischen Gärtnereihof zu erwerben und in ein Gärtnermuseum
zu verwandeln.
Nachdem der Verein von zwei Stiftungen erhebliche Mittelzusagen für
die Sanierung und den Kauf des Streckhofes erhalten hatte, wollte
der Verein im Oktober des vergangenen Jahres noch die Stadt mit
ins Boot holen.
Bedenken geäußert
In einem Gespräch im Rathaus hätten aber Vertreter aller
Ratsfraktionen sowie Bürgermeister Axel Gummert erhebliche
Bedenken gegen dieses Projekt geäußert, berichtete
Sighild
Salzmann
,
Geschäftsführerin des Vereins Gärtnermuseum. Diese Ablehnung
erhielt der Verein dann auch schriftlich nachgereicht. In dem
Brief vom 15. Dezember heißt es wörtlich: "Die Stadt
bekennt sich ausdrücklich zu ihrer Verantwortung der Bewahrung
und Pflege der geschichte Wolfenbüttels als Gärtnerstadt. …Das
Finanzierungskonzept ihres Vereins bietet jedoch aus meiner Sicht
– auch unter Berücksichtigung der in Aussicht gestellten
Mitfinanzierung durch Stiftungen neben der einmaligen
Bezuschussung seitens der Stadt (in Höhe von 30 000 Euro,
die Red.) – keine tragfähige Grundlage für den dauerhaften
Betrieb des Museums ohne laufenden Betriebskostenzuschuss."
Verlässlicher Partner
Nach diesem Schreiben war die Enttäuschung im Vorstand des Gärtnermuseumsvereins
zunächst sehr groß, zumal die Mittel der Stiftungen nur dann zur
Verfügung stehen, wenn langfristig die Trägerschaft des Museums
gesichert wäre. Und da wäre die Stadt natürlich ein verlässlicher
Partner gewesen, bemerkte Salzmann, die sich gemeinsam mit dem
Vorstand jedoch "kämpferisch" gab: "Wir wollen
nicht von diesem Vorhaben ablassen. Wir müssen jetzt eine andere
Lösung finden."
Zwischenzeitlich will der Verein (derzeit 79 Mitglieder) mit
Veranstaltungen und einer Gärtnerausstellung im Jahr 2005
mit dem Museum im Schloss weiterhin an die Geschichte der Gärtner
in Wolfenbüttel erinnern.
Vorgesehen ist eventuell auch eine Anpachtung des Gebäudes oder
eine Finanzierung über eine Wolfenbüttel-Stiftung, deren Gründung
aber seit Jahren auf sich warten lässt. Vorsitzender
Peter
Kinne
meinte zudem: "Vielleicht finden wir auch jemanden, der das
Kapital für den Kauf des Gebäudes (laut Verkehrsgutachten 110 000 Euro,
die Red.) zur Verfügung stellt." Kinne war zudem
optimistisch: "Bei einer besseren Haushaltssituation der
Stadt steigt die Stadt auch noch in das Projekt Gärtnermuseum
ein."
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