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Von Bengt Hagelstein
WOLFENBÜTTEL. Sehr zufrieden
zeigte sich der Vorsitzende des Vereins Gärtnermuseum
Wolfenbüttel, Peter Kinne, während der
Mitgliederversammlung über die Arbeit der Mitglieder im
vergangenen Jahr. Kinne kündigte an, dies auch für das
aktuelle Jahr einzufordern. Der Verein hat eine ganze Reihe
v on Vorhaben im Programm. 
Stolz präsentiert der wieder gewählte
Vorstand zwei der neuen Exponate für die Ausstellung im
Schloss: (von links) Schriftführerin Edith Pölig,
stellvertretende Vorsitzende Sighild Salzmann, Dagmar
Niehüser und Marion Sippel-Boland und Vorsitzender Peter
Kinne. Foto:
Hagelstein
Das wichtigste
und arbeitsintensivste Projekt ist die erste Ausstellung des
Vereins im Foyer des Schlosses mit dem Titel "Die
Wolfenbütteler Gärtner - Leben und Arbeiten vor den Toren
der Stadt". Obwohl einige Mitglieder schon zur
Versammlung eine ganze Reihe interessanter Exponate
mitgebracht hatte, werden noch immer dringend
Ausstellungsstücke gesucht, die noch nicht im Gärtnerbuch
erwähnt worden sind. Der Verein forscht
unter anderem nach Urkunden, Fotos, Festtagskleidung und
Glückwunschkarten. Die Ausstellung soll Exponate bis in die
Zeit des Ersten Weltkrieges zeigen. Zur Verfügung gestellte
Dinge werden sicher aufbewahrt und unmittelbar nach der
Ausstellung wieder ausgehändigt. Wer etwas beisteuern
möchte, kann sich bei Edith Pölig, Telefon 05331-32544,
melden. Während der Vorstandswahl wurde
der aktuelle Vorstand für eine weitere Amtszeit wieder
gewählt. Peter Kinne bleibt Vorsitzender, Sighild Salzmann
seine Stellvertreterin. Das Amt der Schriftführerin wird
weiterhin Edith Pölig innehaben, Dagmar Niehüser und
Marion Sippel-Boland die Posten der Beisitzer.
Schatzmeisterin wurde Gabriele Mönch-Paul. Günther
Hinterberg, Vorsitzender des Vereins Antirost Braunschweig,
hielt anschließend einen Vortrag über seinen im Sommer
2004 gegründeten Verein. Darin haben sich aktive Menschen
im Rentenalter zusammengeschlossen, die sich der Pflege und
Entwicklung eigener handwerklicher und industrieller
Fähigkeiten sowie der Weitergabe ihrer Kenntnisse an
Gleichaltrige, Jugendliche und Kinder widmen. Hinterberg
kam durch seine Erfahrungen in Dänemark dazu, einen solchen
Ansatz in Braunschweig zu etablieren. "Man legt in
Dänemark mehr Wert auf das Miteinander und lebt
bescheidener", betonte Hinterberg. In Dänemark würden
deutlich weniger Alte in Pflegeeinrichtungen
"abgegeben". Sein Verein richtet
sich vornehmlich an Handwerker und aus der Industrie
stammende Menschen. "Viele haben sich ihr Leben lang
durch ihre Arbeit definiert, und plötzlich soll da nichts
mehr sein?" Synergieeffekte für
beide Vereine könnten sich ergeben, wenn mit den
handwerklichen Fähigkeiten der Antirost-Mitglieder Exponate
des Vereins Gärtnermuseum restauriert werden könnten. |