8. März 2005  

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WOLFENBÜTTELER ZEITUNG UND ANZEIGER

 

 

Verein Gärtnermuseum sucht Exponate für Ausstellung

Jahresversammlung mit Wahlen - Zahlreiche Vorhaben für das Veranstaltungsjahr 2005 - Vortrag des Vereins Antirost

Von Bengt Hagelstein

WOLFENBÜTTEL
Sehr zufrieden zeigte sich der Vorsitzende des Vereins Gärtnermuseum Wolfenbüttel, Peter Kinne, während der Mitgliederversammlung über die Arbeit der Mitglieder im vergangenen Jahr. Kinne kündigte an, dies auch für das aktuelle Jahr einzufordern. Der Verein hat eine ganze Reihe v on Vorhaben im Programm.


Stolz präsentiert der wieder gewählte Vorstand zwei der neuen Exponate für die Ausstellung im Schloss: (von links) Schriftführerin Edith Pölig, stellvertretende Vorsitzende Sighild Salzmann, Dagmar Niehüser und Marion Sippel-Boland und Vorsitzender Peter Kinne.        Foto: Hagelstein

Das wichtigste und arbeitsintensivste Projekt ist die erste Ausstellung des Vereins im Foyer des Schlosses mit dem Titel "Die Wolfenbütteler Gärtner - Leben und Arbeiten vor den Toren der Stadt". Obwohl einige Mitglieder schon zur Versammlung eine ganze Reihe interessanter Exponate mitgebracht hatte, werden noch immer dringend Ausstellungsstücke gesucht, die noch nicht im Gärtnerbuch erwähnt worden sind.

Der Verein forscht unter anderem nach Urkunden, Fotos, Festtagskleidung und Glückwunschkarten. Die Ausstellung soll Exponate bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges zeigen. Zur Verfügung gestellte Dinge werden sicher aufbewahrt und unmittelbar nach der Ausstellung wieder ausgehändigt. Wer etwas beisteuern möchte, kann sich bei Edith Pölig, Telefon 05331-32544, melden.

Während der Vorstandswahl wurde der aktuelle Vorstand für eine weitere Amtszeit wieder gewählt. Peter Kinne bleibt Vorsitzender, Sighild Salzmann seine Stellvertreterin. Das Amt der Schriftführerin wird weiterhin  Edith Pölig innehaben, Dagmar Niehüser und Marion Sippel-Boland die Posten der Beisitzer. Schatzmeisterin wurde Gabriele Mönch-Paul.

Günther Hinterberg, Vorsitzender des Vereins Antirost Braunschweig, hielt anschließend einen Vortrag über seinen im Sommer 2004 gegründeten Verein. Darin haben sich aktive Menschen im Rentenalter zusammengeschlossen, die sich der Pflege und Entwicklung eigener handwerklicher und industrieller Fähigkeiten sowie der Weitergabe ihrer Kenntnisse an Gleichaltrige, Jugendliche und Kinder widmen.

Hinterberg kam durch seine Erfahrungen in Dänemark dazu, einen solchen Ansatz in Braunschweig zu etablieren. "Man legt in Dänemark mehr Wert auf das Miteinander und lebt bescheidener", betonte Hinterberg. In Dänemark würden deutlich weniger Alte in Pflegeeinrichtungen "abgegeben".

Sein Verein richtet sich vornehmlich an Handwerker und aus der Industrie stammende Menschen. "Viele haben sich ihr Leben lang durch ihre Arbeit definiert, und plötzlich soll da nichts mehr sein?"

Synergieeffekte für beide Vereine könnten sich ergeben, wenn mit den handwerklichen Fähigkeiten der Antirost-Mitglieder Exponate des Vereins Gärtnermuseum restauriert werden könnten.