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Einzigartiges Projekt zur Profilierung der Stadt
Diskussionsabend: Verein Gärtnermuseum sucht
weiterhin nach altem Gärtnerhaus
WOLFENBÜTTEL. "Alle Anstrengungen
unseres Vereins sind darauf ausgerichtet, endlich ein altes
Gärtnerhaus zu erwerben, das schon für sich ein Gärtnermuseum
wäre", sagte Sighild Salzmann, Geschäftsführerin des Vereins
Gärtnermuseum, während des Diskussionsabends zum Thema im Schloss.
Zunächst schilderte sie den mühsamen Weg zur
Gärtnerausstellung, die zurzeit im Schlossfoyer gezeigt wird. Von
1990 bis 1997 habe es gedauert, bis das grüne Buch zur
Gärtnergeschichte als Heft 8 der Beiträge zur Geschichte der Stadt
Wolfenbüttel publiziert worden sei.
Inzwischen seien wieder acht Jahre vergangen,
in denen intensiv an dem Vorhaben, ein Gärtnermuseum einzurichten,
gearbeitet worden sei. Insbesondere seit Gründung des Vereins
Gärtnermuseum 2001 sei es gelungen, Informationen über
Wolfenbütteler Gärtner und damit über einen Teil Stadtgeschichte
zu vermitteln.
Das Schlossmuseum sei der falsche Ort für eine
Gärtnerausstellung. Sämtliche dort dekorierten Strohballen hätten
schockgefroren werden müssen, Mobiliar und Gerät seien mit einem
Mittel gegen Holzwürmer behandelt worden, und statt Erde kam Watte
in die Frühbeetkästen kam.
Vereinsvorsitzender Peter Kinne erläuterte,
dass man inzwischen von zu optimistischen Zukunftsplanungen
Abstand genommen habe und lediglich wünsche, ein altes Gärtnerhaus
zu kaufen und es Schritt für Schritt vor dem Verfall zu bewahren,
anstatt es aufwendig zu sanieren.
Andere Diskussionsteilnehmer wiesen daraufhin,
dass das Projekt nur möglich sei, wenn es gelinge, möglichst viele
ehrenamtliche Handwerker und Gärtner und unter Umständen auch die
Berufsbildende Schule für das Vorhaben zu gewinnen. Ähnlich wie
der Verein Antirost in Braunschweig seine Hilfe anbiete und das
Wissen von Ruheständlern an junge Leute weiter gebe, wäre das auch
in Wolfenbüttel möglich.
Björn Reckewell vom Stadtmarketing machte
deutlich, wie wichtig es für die Stadt sei, dass noch mehr
Wolfenbüttel typische und interessante Anlaufpunkte für Gäste
geschaffen werden, weil nur so die Verweildauer in der Stadt
verlängert werden könne. "Chancen der Städte im Tourismusbereich
wachsen mit stärkerer Profilierung und Attraktionen, die andere
nicht zu bieten haben, also auch mit einem Gärtnermuseum, das es
in dieser Form in Deutschland nirgendwo gibt."
Der Eintritt zur Gärtnerausstellung im Schloss
ist frei.
 
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