25. Mai 2005  

 
 


BRAUNSCHWEIGER
ZEITUNG
WOLFENBÜTTELER ZEITUNG UND ANZEIGER

   

 

 
  Einzigartiges Projekt zur Profilierung der Stadt

Diskussionsabend: Verein Gärtnermuseum sucht weiterhin nach altem Gärtnerhaus

WOLFENBÜTTEL. "Alle Anstrengungen unseres Vereins sind darauf ausgerichtet, endlich ein altes Gärtnerhaus zu erwerben, das schon für sich ein Gärtnermuseum wäre", sagte Sighild Salzmann, Geschäftsführerin des Vereins Gärtnermuseum, während des Diskussionsabends zum Thema im Schloss.

Zunächst schilderte sie den mühsamen Weg zur Gärtnerausstellung, die zurzeit im Schlossfoyer gezeigt wird. Von 1990 bis 1997 habe es gedauert, bis das grüne Buch zur Gärtnergeschichte als Heft 8 der Beiträge zur Geschichte der Stadt Wolfenbüttel publiziert worden sei.

Inzwischen seien wieder acht Jahre vergangen, in denen intensiv an dem Vorhaben, ein Gärtnermuseum einzurichten, gearbeitet worden sei. Insbesondere seit Gründung des Vereins Gärtnermuseum 2001 sei es gelungen, Informationen über Wolfenbütteler Gärtner und damit über einen Teil Stadtgeschichte zu vermitteln.

Das Schlossmuseum sei der falsche Ort für eine Gärtnerausstellung. Sämtliche dort dekorierten Strohballen hätten schockgefroren werden müssen, Mobiliar und Gerät seien mit einem Mittel gegen Holzwürmer behandelt worden, und statt Erde kam Watte in die Frühbeetkästen kam.

Vereinsvorsitzender Peter Kinne erläuterte, dass man inzwischen von zu optimistischen Zukunftsplanungen Abstand genommen habe und lediglich wünsche, ein altes Gärtnerhaus zu kaufen und es Schritt für Schritt vor dem Verfall zu bewahren, anstatt es aufwendig zu sanieren.

Andere Diskussionsteilnehmer wiesen daraufhin, dass das Projekt nur möglich sei, wenn es gelinge, möglichst viele ehrenamtliche Handwerker und Gärtner und unter Umständen auch die Berufsbildende Schule für das Vorhaben zu gewinnen. Ähnlich wie der Verein Antirost in Braunschweig seine Hilfe anbiete und das Wissen von Ruheständlern an junge Leute weiter gebe, wäre das auch in Wolfenbüttel möglich.

Björn Reckewell vom Stadtmarketing machte deutlich, wie wichtig es für die Stadt sei, dass noch mehr Wolfenbüttel typische und interessante Anlaufpunkte für Gäste geschaffen werden, weil nur so die Verweildauer in der Stadt verlängert werden könne. "Chancen der Städte im Tourismusbereich wachsen mit stärkerer Profilierung und Attraktionen, die andere nicht zu bieten haben, also auch mit einem Gärtnermuseum, das es in dieser Form in Deutschland nirgendwo gibt."

Der Eintritt zur Gärtnerausstellung im Schloss ist frei.

 

 
 

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