Ernte gut - längst nicht alles gut
Klönabend der Gemüseerzeuger Wolfenbüttel und
Umgebung - 17000 Hektar Anbaufläche
Von Udo Starke
WOLFENBÜTTEL. Um Wachstumsbedingungen
für Gemüse ging es unter anderem während eines Klönabends der
Gemüseerzeuger Wolfenbüttel und Umgebung.
Zu Gast war Erich Klug, Referent der
Landwirtschaftskammer Hannover. Er war einer Einladung des
Vorsitzenden der Kreisgruppe Wolfenbüttel im Landesverband
Gartenbau, Helmut Grabenhorst, gefolgt. Klug zufolge gab es 2005
ideale Bedingungen für Gemüse. "Es konnte jede Woche gepflanzt
werden. Die Ernte war gut, und gab hoch qualitative Erträge. Die
Verbraucher bekommen Qualität und Quantität."

Im Gespräch: Referent Erich Klug (rechts) und
Helmut Grabenhorst. Foto: Udo Starke
Der Pro-Kopf-Verbrauch an Gemüse habe 2005
bundesweit bei rund 94 Kilogramm gelegen. Das Land Niedersachsen
verfüge über rund 17000 Hektar Anbaufläche für Gemüse. Die Region
Wolfenbüttel bewirtschafte zirka 150 Hektar. "Die Tendenz der
Flächen ist durch die höhere Nachfrage an Frischgemüse leicht
steigend", bilanzierte Klug.
Probleme gebe es im Kostenbereich. "Dafür
verantwortlich sind unter anderem die Einführung der LKW-Maut, die
hohen Lohnkosten sowie die steigenden Betriebskosten für Dünger
und Pflanzenschutz." Viel Arbeit bereiteten außerdem die Auflagen
aus den Bereichen Umwelt und Naturschutz, die von den Gärtnern
eingehalten werden müssten. Dazu zähle der Grundwasserschutz
ebenso wie der Nitrateintrag beim Düngen und die Rückverfolgung
der angebauten Produkte.
Die Saison für den Gemüseanbau läuft von
Februar bis zum ersten Frost. Vorrangig würden in der Region
verschiedene Kohlarten angebaut sowie Salate. Grund für diesen
speziellen Anbau: In der Wolfenbütteler Region gebe es mittlere
Böden, das heißt, das Gebiet verfüge über gute Lösslehmböden, die
ideal für Gemüseanbau seien.
Indes lohne sich laut Grabenhorst der Anbau
beispielsweise von Porree, Zwiebeln und Möhren nicht. Diese Sorten
bevorzugten leichtere Böden. "Wir beliefern vorrangig Märkte und
die Boga in Braunschweig, eine Absatzorganisation für
Großhandelsbetriebe", erklärte Grabenhorst. Der Anbau richte sich
vor allem nach der Nachfrage.
Die Kreisgruppe Wolfenbüttel und Umgebung hat
zurzeit 20 Mitglieder und versteht sich als berufsständige
Vertretung. Sie informiert unter anderem auch über rechtliche
Situationen des Gartenbaus und die Tariflage.
 
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