05. Januar 2007  

 
 


BRAUNSCHWEIGER
ZEITUNG
WOLFENBÜTTELER ZEITUNG UND ANZEIGER

   

 

 
 

Verein kauft Streckhof am Neuen Weg

Erwerb der Immobilie vollzogen - Sanierung des Anbaus geplant - Neues Dach noch in diesem Jahr


 

 

 

 

 

 

 

Sie freuen sich über den Erwerb des Streckhofes: (von links) Reinhard Jahn, Marion Sippel-Boland, Edith Pölig, Dagmar Niehüser, Peter Kinne, Ulrich Willems, Sighild Salzmann und Gabriele Mönch-Paul.                                Foto: Stephanie Peißker 

Von Stephanie Peißker

WOLFENBÜTTEL. "Für uns fängt das Jahr gut an", freute sich Sighild Salzmann, Geschäftsführerin des Vereins Gärtnermuseum Wolfenbüttel. Der Verein hat den Streckhof am Neuen Weg 33 gekauft.

In dem Gebäude wird nun ein Gärtnermuseum eingerichtet. "Am letzten Freitag vor Silvester, also in letzter Sekunde, haben wir den Kaufvertrag unterschrieben", so Sighild Salzmann. Danach sei der Notar in den Urlaub gefahren.

35 000 Euro hat der Verein selbst aufgebracht. "Wir haben Aktionen gemacht, Stände bei Veranstaltungen aufgestellt und Persönlichkeiten angeschrieben und sie um Spenden gebeten", schilderte die Geschäftsführerin die Bemühungen des Vereins.

Sehr erfolgreich verlaufen sei die Aktion mit den Spendenhäuschen. In Wolfenbütteler Einzelhandelsgeschäften waren diese Modellhäuser vom Streckhof aufgestellt worden. Wie in Sparbüchsen konnten Bürger Geld in die Modellhäuser stecken (wir berichteten).

Doch mit dem Kauf des Streckhofes allein sei es nicht getan, so Sighild Salzmann. Während das Wohngebäude von 1800 gut in Schuss sei, müsste der Anbau saniert werden. "2007 soll zunächst das Dach gemacht werden, damit es nicht mehr durchregnet", sagte die Geschäftsführerin. Daher sei der Verein auch weiterhin auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.

Für die Stadt Wolfenbüttel gratulierte Erster Stadtrat Ulrich Willems dem Verein zum Kauf des Streckhofes. Die Stadt habe sich mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 35 000 Euro an dem Projekt beteiligt. "Die Zahlung war im Haushalt 2006 beschlossen worden", sagte Willems. Er betonte, dass ein solches Projekt nur mit bürgerschaftlichem Engagement zu schaffen sei.

Das dritte Drittel des Kaufpreises brachte die Stiftung der Volksbank Braunschweig Wolfsburg auf, ebenfalls 35 000 Euro. "Dank großzügiger Zustiftungen können wir weitere Mittel für die Sanierung bereitstellen", sagte Reinhard Jahn, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Volksbank Braunschweig Wolfsburg.