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Verein kauft Streckhof am Neuen Weg
Erwerb der Immobilie vollzogen - Sanierung
des Anbaus geplant - Neues Dach noch in diesem Jahr

Sie freuen sich über den Erwerb des Streckhofes:
(von links) Reinhard Jahn, Marion Sippel-Boland, Edith Pölig,
Dagmar Niehüser, Peter Kinne, Ulrich Willems, Sighild Salzmann und
Gabriele Mönch-Paul.
Foto: Stephanie Peißker
Von Stephanie Peißker
WOLFENBÜTTEL. "Für uns fängt das Jahr gut an", freute sich Sighild
Salzmann, Geschäftsführerin des Vereins Gärtnermuseum
Wolfenbüttel. Der Verein hat den Streckhof am Neuen Weg 33
gekauft.
In dem Gebäude wird nun ein Gärtnermuseum eingerichtet. "Am
letzten Freitag vor Silvester, also in letzter Sekunde, haben wir
den Kaufvertrag unterschrieben", so Sighild Salzmann. Danach sei
der Notar in den Urlaub gefahren.
35 000 Euro hat der Verein selbst aufgebracht. "Wir haben Aktionen
gemacht, Stände bei Veranstaltungen aufgestellt und
Persönlichkeiten angeschrieben und sie um Spenden gebeten",
schilderte die Geschäftsführerin die Bemühungen des Vereins.
Sehr erfolgreich verlaufen sei die Aktion mit den Spendenhäuschen.
In Wolfenbütteler Einzelhandelsgeschäften waren diese Modellhäuser
vom Streckhof aufgestellt worden. Wie in Sparbüchsen konnten
Bürger Geld in die Modellhäuser stecken (wir berichteten).
Doch mit dem Kauf des Streckhofes allein sei es nicht getan, so
Sighild Salzmann. Während das Wohngebäude von 1800 gut in Schuss
sei, müsste der Anbau saniert werden. "2007 soll zunächst das Dach
gemacht werden, damit es nicht mehr durchregnet", sagte die
Geschäftsführerin. Daher sei der Verein auch weiterhin auf die
Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.
Für die Stadt Wolfenbüttel gratulierte Erster Stadtrat Ulrich
Willems dem Verein zum Kauf des Streckhofes. Die Stadt habe sich
mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 35 000 Euro an dem
Projekt beteiligt. "Die Zahlung war im Haushalt 2006 beschlossen
worden", sagte Willems. Er betonte, dass ein solches Projekt nur
mit bürgerschaftlichem Engagement zu schaffen sei.
Das dritte Drittel des Kaufpreises brachte die Stiftung der
Volksbank Braunschweig Wolfsburg auf, ebenfalls 35 000 Euro. "Dank
großzügiger Zustiftungen können wir weitere Mittel für die
Sanierung bereitstellen", sagte Reinhard Jahn,
Vorstandsvorsitzender der Stiftung Volksbank Braunschweig
Wolfsburg.
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